Im Oktober 2021 behauptete der Musiker Gil Ofarim (41), dass er aufgrund seiner Davidstern-Kette in einem Hotel abgewiesen wurde. Während des Prozesses vor dem Landgericht Leipzig gestand er jedoch, diese Geschichte erfunden zu haben. Diese Enthüllung stößt nicht nur bei Promi-Kollegen auf Unverständnis, sondern es wurde bereits während des Prozesses deutlich, dass dieser Vorfall seiner Karriere erheblichen Schaden zufügt.

Medienexperte ist sicher: Wenn Gil Ofarim schweigt, geht das "nach hinten los"

Bereits Medienexperte Ferris Bühler erklärte gegenüber BUNTE.de: "Sollte er sich denken 'Ich tauche dann in einem Jahr wieder auf, wenn Gras über die Sache gewachsen ist', dann funktioniert das nicht. Aus dieser Geschichte kommt er so nicht raus. Wenn er sich jetzt nicht mehr erklärt, ist seine Karriere für immer und ewig gelaufen. Es gäbe keinen Grund, warum jemand ihn als Musiker noch buchen sollte oder ein Veranstalter, eine Firma oder auch ein Kooperationspartner mit ihm zusammenarbeiten wollen würde."

Und auch Birand Bingül (49) von der PR-Agentur Fischer Appelt schätzt die Situation gegenüber "bild.de" sehr ähnlich ein: "Er schweigt. Das geht nach hinten los. Es braucht eine Akut-Reaktion in den nächsten 48 Stunden."

Nach Lügen-Skandal: Gil Ofarims Karriere läuft schleppend

Die berufliche Lage von Gil Ofarim in den letzten beiden Jahren könnte sich fortsetzen, da sogar Medienunternehmen eine eindeutige Haltung zu seinem Lügen-Skandal haben. ProSiebenSat.1 äußert sich zurückhaltend und erklärt gegenüber "bild.de", dass sie die Zusammenarbeit mit Künstler*innen "grundsätzlich" nicht öffentlich diskutieren. Im Gegensatz dazu positionieren sich sowohl RTLZWEI als auch RTL eindeutig und geben an, derzeit keine Pläne mit Gil Ofarim zu haben. Somit ist klar, dass der Musiker dieses Jahr definitiv nicht im Dschungelcamp zu sehen sein wird – einem Ort, an dem Prominente oft eine zweite Karriere-Chance erhalten.

Doch auch musikalisch könnte es der 41-Jährige in Zukunft schwer haben. Denn auch Gils letzter Tour-Veranstalter zeigte sich gegenüber "bild.de" geschockt: "Wir haben eine wirklich tolle Tournee mit ihm gemacht, die er professionell durchgezogen hat. [...] Als ich von Gils Geständnis vor Gericht gehört habe, war ich schockiert und menschlich schwer von ihm enttäuscht. Denn er hat nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch mich persönlich angelogen. Für mich ist momentan die Basis einer weiteren Zusammenarbeit nicht mehr gegeben."

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