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Motorsport im TV: Welcher Sender überträgt welches Rennen?

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Motorsport im TV

Zwar bleiben die klassischen Sportarten, wie Fußball, Handball und Co. noch immer an der Spitze der Beliebtheitsskala, doch auch der Motorsport ist den Deutschen ans Herz gewachsen. Eine Motorsportklasse lieben wir ganz besonders: Die Formel 1, die Königsklasse des Motorsports. Zwar verlor die Formel 1 nach der Ära Schumachers ein wenig an Fans, doch das Interesse ging in den letzten Jahren wieder steil nach oben. Neu vorne mit dabei ist auch die kleine Schwester der Formel 1 mit eingebautem Elektromotor. Seit auch Porsche und Mercedes in der Formel E mitmischen, schlägt das Herz der Deutschen für die Elektroserie.

Wo kann ich Motorsport sehen?

Unter anderem diese Free-TV- und Pay-TV-Sender übertragen unterschiedliche Motorsport-Rennen:

  • Sky Sport, Sky Sport F1, Sport 1+
  • DAZN
  • Eurosport
  • RTL und NITRO
  • ProSieben/Sat.1/ran

Welchen Motorsport gibt es?

Formel 1

Die Formel 1 ist die höchstrangige von der Fédération Internationale de l'Automobile, kurz FIA, veranstaltete Rennserie des Formelsports. Seit 1950 wird die Formel-1-Weltmeisterschaft jährlich ausgetragen. Einer der wohl beliebtesten Grand Prix und der Klassiker unter ihnen ist der Grand Prix in Monaco. In den letzten Jahrzehnten kam es immer wieder zu Neuerungen an den Regeln und an den Autos. Zuletzt in der Saison 2022, in der es einige Überraschungen gab. Das technische Regelwerk wurde vollständig überarbeitet, die Autos haben eine einfachere Aerodynamik bekommen. Ziel: mehr Überholmanöver. An denen fehlte es nämlich in den vergangenen Saisons, weswegen böse Zungen behaupteten, die Formel 1 sei langweilig geworden.

Formel E

Seit der Saison 2014/15 können Motorsportbegeisterte eine weitere Rennserie in ihrem Kalender vermerken. Die FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft ist eine Rennserie für Formelwagen mit Elektromotor, die auf Initiative vom ehemaligen Formel-1-Chef Jean Todt ins Leben gerufen wurde. In der ersten Saison traten alle Fahrer noch in dem gleichen Wagen, dem Spark-Renault SRT_01E an. Mittlerweile investierten auch andere Rennställe, wie Mercedes oder Nissan in Elektrofahrzeuge. Die Rennen finden auf Stadtkursen in Großstädten statt.

MotoGP, Moto 3 und Moto 2

Weg von den Vierrädern und hin zu den Motorrädern! In den Motorsportklasse MotoGP, Moto 3 und Moto 2 zeigen die Fahrer, was sie auf ihren Bikes leisten können. Vor allem die Regeln in der kleinsten Klasse, der Moto 3, wirken strenger als in anderen Motorsportklassen. Die Motorräder, die dafür genutzt werden, müssen einen Einzylinder-Viertaktmotor mit 250 cm³ Hubraum haben. Alles andere, sowie Ersatzfahrzeuge sind nicht erlaubt. Dazu dürfen die Räder nur aus Aluminium und Magnesium bestehen. Die Moto GP hingegen ist die Königsklasse. Hier gibt es weniger Einschränkungen, dafür noch mehr PS. Bis zu 360 km/h bringen die 260 PS starken Zweiräder auf die Straße.

WSBK (Superbike-WM)

Die Superbike-Weltmeisterschaft ist eine Motorsportklasse für seriennahe Fahrzeuge. Heißt, alle zugelassenen Sportmotorräder müssen auch straßenzugelassen sein. Die Weltmeisterschaft wurde erstmals 1988 ausgetragen und ist Teil der FIM. Ursprünglich wurde die Superbike-WM von den vier großen japanischen Herstellern Honda, Yamaha, Kawasaki und Suzuki ins Leben gerufen. Die erfolgreichste Marke ist jedoch der italienische Hersteller Ducati. Anders als bei einigen anderen Motorsportklassen werden hier nicht nur für die Fahrer Weltmeistertitel vergeben, sondern auch getrennt von den Piloten den Herstellern der Bikes.

WEC (Langstrecken-WM)

Auch lange Strecken kann der Motorsport. Die FIA World Endurance Championship (WEC) ist die wichtigste internationale Sportwagenmeisterschaft der Welt. Die Rennen werden in sechs Runden in Nordamerika, Europa, Asien und dem Nahen Osten ausgetragen - mit unterschiedlichen Distanzen, vom kürzesten Rennen mit 6 Stunden bis zum längsten mit 24 Stunden. Neben den Olympischen Spielen, dem Super Bowl und der Fußballweltmeisterschaft ist vor allem ein Ereignis der WEC eines der größten Sportereignisse der Welt: Die 24 Stunden von Le Mans. 2022 feiert die Langstrecken-WM ihren ersten runden Geburtstag: 2012 wurde die Rennserie erstmals ausgetragen.

DTM (Deutsche Tourenwagen-Master)

Die DTM, kurz für Deutsche Tourenwagen-Masters, ist eine Rennsportserie für Werks-Teams, die seit 1996 von der Organisation ITR unter der Leitung von AMG-Mercedes-Gründer Hans Werner Aufrecht ausgetragen wird. Sechs Marken schicken ihre Teams ins Rennen: Audi, BMW, Mercedes-AMG, Porsche, Lamborghini und Ferrari. Insgesamt zeigt sich, dass die DTM immer beliebter wird, denn die Zahl der dauerhaften Starter stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an. Das ist jedoch nur möglich, seit in der DTM auf GT3-Fahrzeuge gesetzt wird. Denn das neue GT3-Regelment ist weitaus kostengünstiger und dazu weltweit vertreten. Doch nicht jeder ist begeistert von den neuen GT3-Autos. Einige Fans bemängeln, die neuen GT3-Autos haben nichts mehr mit der ursprünglichen DTM gemein.

WRC Rallye

Etwas wilder zu geht es in der Rallye. Der Wettbewerb verläuft auf normalen Straßen oder auf Feld- und Waldwegen. Teilweise erstreckt sich ein Rennen über mehrere Tage, also in Etappen. Während üblicherweise Rundstrecken im Motorsport gefahren werden, müssen Rallye-Teilnehmer sogenannte Wertungsprüfungen auf abgesperrten Strecken (von Punkt A nach Punkt B) ablegen. Dafür starten sie einzeln und meistens im Minutenabstand. Die abschließende Wertung beruht auf der Summe der Fahrzeiten bei den Wertungsprüfungen. Weil die Fahrzeuge durch den klassischen Straßenverkehr über Verbindungsstrecken zu den Prüfungen gelangen, müssen die Autos für die Straßen zugelassen sein. Diese Strecken werden zwar nicht gewertet, müssen aber innerhalb eines bestimmten Zeitraumes befahren werden. Wer zu früh oder zu spät erscheint, muss mit Zeitstrafen rechnen. Die Rallye-Weltmeisterschaft, kurz WRC, ist die Königsklasse im Rallyesport. Vergeben werden die Titel des Fahrerweltmeisters, Beifahrerweltmeisters und Herstellerweltmeisters. Die Punkte für die Herstellerwertung werden jedoch nur an die zuvor dafür gemeldeten (maximal zwei) Werkswagen vergeben. Üblicherweise nimmt ein Team mit zwei Wagen an der WM teil, erlaubt sind jedoch auch mehrere Fahrzeuge.

Tourenwagen ETCR

Die Tourenwagenserie gibt es auch in Elektro. Die Debütsaison feierte der eTouring Car World Cup erst im Jahr 2021. Zunächst wurde die Serie Pure ETCR genannt, daran teil nahmen Fahrzeuge von drei Herstellern, die an fünf verschiedenen Orten gegeneinander antraten. Seit 2022 darf sich die ETCR offiziell als FIA Serie bezeichnen. Anders als im klassischen Tourenwagen-Motorsport ähnelt das Rennformat der ETCR sehr dem Rallyecross. Die Teams tragen dementsprechend größtenteils sogenannte "Battles" aus, an denen nur ein kleiner Teil aller Fahrzeuge teilnimmt. Fast alle Battles beginnen an einem Startgatter. Anders als in der Rallye starten alle Piloten zeitgleich und nebeneinander in das Rennen, das üblicherweise nur wenige Runden dauert. Den wohl wichtigsten Unterschied zu klassischen Rennserien bilden die Leistungsschübe, die allen Teilnehmern in Form eines "Power-ups" für einige Sekunden zustehen. Außerdem können Fans ihren Idolen ganz nah sein: Zwischen den Rennen werden alle Fahrzeuge an der "Energy Station", quasi einer Tankstelle aufgeladen. Diese Station ist auch für Fans zugänglich.

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