Max aus Kaiserslautern, ein waschechter Pfälzer, betont seine tiefe Verwurzelung in der Region: "Ich bin hier aufgewachsen, ich bin hier geboren." Seine kulinarischen Kreationen sollen stets die Pfalz widerspiegeln und gleichzeitig seine eigene Identität als Pfälzer unterstreichen. Der Beamte und stolze "Lauterer Jung" hat sich einen klaren "Dinner"-Plan erstellt, den er diszipliniert an seinen Schränken angebracht hat: "Bei mir herrscht immer strikte Ordnung."

Außerdem setzt er die Tipps seiner Oma um, weil "Oma hat immer recht" - schließlich hat sie ihm das Kochen beigebracht. "Ich habe mit vegan gar keinen Berührungspunkt", trotzdem nimmt Max die Herausforderung an und tischt Sabrina (32) eine vegane Variante seines Menüs auf. "Mir war es wichtig, dass ich auch der veganen Person zeige, dass es pfälzische Gerichte definitiv auch in vegan gibt." Unter dem Motto "Alles, weil mer Pälzer sin" gibt es:

"Das ist meine Kindheit", fühlt sich Petra (43), ebenfalls waschechte Pfälzerin, an früher erinnert. "Ohhh, da kriege ich schon Speichelfluss", bekommt Sybille Appetit. "Grumbeer ist die Kartoffel", erklärt Sascha (35).

Emotionale Gaumenfreuden: Max'' Dreierlei Vorspeise beim "Perfekten Dinner" weckt Erinnerungen und überwältigt Teilnehmer

Die Vorspeise ist ein Dreierlei aus Kartoffelsuppe, Kartoffel mit Kräuterquark und Kartoffelpuffer. "Ich habe auf jeden Fall mit meiner Oma bei allem Rücksprache gehalten und konnte mir dann Verbesserungsvorschläge anhören", verrät Max den Einfluss seiner Großmutter. "Super gut", gefällt Petra die Kombination aus Rösti und Lachs. "Normales Pfälzer Essen, aber High Quality." Bei Sybille kommen die Erinnerungen hoch: "Ich sehe halt gerade meine Mutter, wie die die Gequellden schält." Sie genießt jeden Bissen: "Das ist schon Seelenessen für mich." Max freut sich: "Das ist für mich das allergrößte Kompliment, wenn jemand zu mir sagt, es erinnert mich an die Oma oder an die Mama."

Im anschließenden Interview wird Sybille von den Emotionen überrollt: "Max hat es geschafft, dieses Essen, ohne dass er es wusste, auf eine Art zu kochen, wie ich es kenne. Das ist ein überwältigendes Gefühl, weil meine Mutter noch nicht lange gestorben ist." Sie kämpft mit den Tränen: "Das war wie zu Hause."

Max'' kulinarisches Meisterwerk: Rollbraten mit Saumagenfüllung begeistert beim "Perfekten Dinner"

Die Hauptspeise: Rollbraten mit Saumagenfüllung, Semmelknödel und Rotkraut. "Das ist mein Baby", holt Max den riesigen Rollbraten liebevoll aus dem Kühlschrank. "Da kommen leichte Vatergefühle auf, wenn ich das Ding da sehe. Wie ein Neugeborenes." Sascha kennt die Tücken: "Das ist die Kunst beim Rollbraten, das Fett so zu garen, dass es nicht zäh wird, sondern schmilzt im Mund." Leider bekommt er das etwas trockene Endstück ab. Das hätte Petra gerne gehabt, denn ihr war zu viel Fett am Fleisch. Sabrina ist mit ihrem veganen Hackbraten sehr zufrieden. Sybille macht das Essen wieder restlos glücklich: "Du hast mich schon wieder abgeholt zu Hause. Das ist schon emotional für mich hier."

Dann gibt''s auch noch rostige Ritter, panierte und in Zimt und Zucker gewälzte Milchbrötchen. Sybille seufzt: "Das sind halt auch Erinnerungen. Ich kenne dieses Essen, seit ich mich an Essen erinnern kann."

"Ich denke, die Oma wird stolz sein", ist Max mit seiner Leistung zufrieden. Das denkt Sybille auch und gibt ihm zehn Punkte. Mit 35 Punkten setzt sich Max auf den vorerst zweiten Platz.

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