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ZDF-Trödelshow

Bares für Rares: Horst Lichter staunt über alten Pappaufsteller

Das ist doch neu, wunderte sich Horst Lichter, als der Bares für Rares-Experte Detlev Kümmel den Pappaufsteller ausfaltete. Genau dieser Zustand sollte am Ende richtig viel Kohle bringen ...
"Das ist doch neu", wunderte sich Horst Lichter, als der "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel den Pappaufsteller ausfaltete. Genau dieser Zustand sollte am Ende richtig viel Kohle bringen ... ZDF

Ein neuwertiger Werbeaufsteller wurde zu einem begehrten Objekt in der Händlerlounge und sorgte bei den Verkäufern für einen unvergesslichen Abend in Köln.

Foto: ZDF, ca_103

"Das ist doch neu", wunderte sich Horst Lichter, als der "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel den Pappaufsteller ausfaltete. "Das war noch nie richtig aufgestellt", konnte Moderator Horst Lichter kaum glauben, ein fast neuwertiges Werbemittel vor sich zu haben. "Oh Wow!" Die beiden Verkäufer Michael und Volker fragte er: "Wo habt ihr dieses unglaubliche Werbemittel her?"

"Mein Freund Michael sammelt immer alles, was mit Camel zu tun hat", erzählte Volker. "Meine Frau und ich haben das mal auf einem Flohmarkt entdeckt und haben dann gemeint: Das wäre was für seine Sammlung." Nur leider vergaßen sie das Geschenk bis zu Michaels Geburtstag wieder. Jetzt hatte sich Volker einen anderen Plan überlegt: Den Aufsteller verhökern, um mit seinem Kumpel lieber ein paar Kölsch zu trinken und "die Freundschaft noch weiter vertiefen". Dafür sollten 30 bis 50 Euro als Erlös für den Flohmarktfund reichen.

Außer ein paar kleinen Stockflecken und Lagerungsabnutzungen konnte Detlev Kümmel am Aufsteller aus den 1980er-Jahren kaum Mängel feststellen: "Hier ist ja wirklich die Besonderheit, dass es eben noch neuwertig ist." Durch den guten Zustand und den Originalkarton fand der Experte: "50 bis 80 Euro sind drin." Michael freute sich über die Expertise: "Da ist mehr als ein Kölsch drin heute Abend."

Schon das Startgebort erfüllt den Wunschpreis

Sogar weit mehr als nur eins, denn nicht einmal Detlev Kümmel konnte ahnen, wie sehr sich das Händlerteam gleich um den Werbeaufsteller reißen würde. "Ich starte mit 30 Euro", erfüllte Jan Cizek schon mal den Wunschpreis. "Ich hätte sogar mit 100 Euro gestartet", übertraf Esther Ollick die Expertise. "120 Euro kann man auch noch geben", meinte Markus Wildhagen. Und dann ging die Verhandlung erst richtig los.

Jan Cizek gab sich noch lange nicht geschlagen und bot auch über 200 Euro noch mit. Erst bei Esther Ollicks Gebot von 300 Euro sagte er: "Jetzt bin ich raus." Sehr zur Freude der beiden Verkäufer: "Wir lassen es uns jetzt in Köln gutgehen", hielt Volker stolz die drei grünen Scheine in der Hand, die die beiden Freunde direkt wieder ausgeben wollten.

"Bares für Rares": Verkäuferin nimmt Erbstück wieder mit

Bisons und Eisbären: "Bares für Rares"-Händler teilen sich Keramiktiere

Ebenfalls verkauft wurde die auf zwölf Stück limitierte Lederjacke "Space Edition" von Andora aus dem Jahr 1992 mit einem Schätzwert von 400 bis 500 Euro. Julian Schmitz-Avila freute sich über den Zuschlag bei 420 Euro für die ausgefallene Jacke, die ihm perfekt passte: "Supercool!"

Die vier Ruscha-Keramiken nach dem Entwurf von Kurt Tschörner aus den 1970er- oder 80er-Jahren wurden aufgrund leichter Beschädigungen auf 450 bis 500 Euro geschätzt. Die Händler teilten die Tiere untereinander auf: Markus Wildhagen kaufte die Eisbären für 300 Euro, Julian Schmitz-Avila die Bisons für 250 Euro.

Das vergoldete, industriell hergestellte Medaillon mit Glassteinen aus den 1860er-Jahren schätzte die Schmuckexpertin Dr. Heide Rezepa-Zabel auf 500 bis 700 Euro. Das lag jedoch unter dem Wunschpreis von 800 Euro, also entschied sich die Verkäuferin, ihr Erbstück lieber zu behalten.

Das Weißgold-Armband mit Rubinen aus den 1970er-Jahren hatte einen Wert von 1.500 bis 1.600 Euro. Susanne Steiger bezahlte nur den Goldwert von 1.400 Euro, denn ihr Plan war: "Komplett auseinandernehmen und etwas Neues daraus gestalten."

Das Gemälde von Joseph Jansen aus den 1850er-Jahren schätzte der Experte auf 1.200 bis 1.500 Euro. Julian Schmitz-Avila ließ sich zum Kauf für 900 Euro hinreißen, denn er fand den Firnis viel zu dick für das schöne Kunstwerk: "Das Bild muss gerettet werden!"

Das Original zu diesem Beitrag "Bares für Rares: Horst Lichter staunt über alten Pappaufsteller" stammt von "Teleschau".