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The Masked Singer: Enttarnter Kiwi ist der "König der Herzen"

Der Kiwi von "The Masked Singer" ist gerupft! Uwe Ochsenknecht musste die Show verlassen, für die Fans bleibt er aber der "König der Herzen".

"Beim Jungfernflug kann man schon mal den Kopf verlieren." Mit Schlagfertigkeit und Selbstironie reagierte Uwe Ochsenknecht nach seiner Enttarnung als Kiwi bei "The Masked Singer" (ProSieben) auf sein Missgeschick vor zwei Wochen. Da wurde für einen entlarvenden Moment kurz sein Kopf gelüftet. Seither wusste fast ganz Deutschland, dass der "Männer"-Star im Kiwi steckte. Es war also keine Überraschung mehr, als er unter der knuffigen Plüschhaube zum Vorschein kam. Aber gerade nach der Enttarnung wurde deutlich, wie sehr der Mann dem Format fehlen wird. Denn er hat es ungemein bereichert.

Bestes Indiz: In den sozialen Medien gab es nahezu 99 Prozent positive Stimmen zu Uwe-Kiwis Performance. "Er ist der König der Herzen", schrieb ein User. "Er hat den Kiwi gelebt und geliebt", ein anderer. Stimmt. Uwe Ochsenknecht, das klang auch in seinen Statements nach der Show durch, hat das Showkonzept verstanden und verinnerlicht. Und sich auch auf seine Rolle vorbereitet. Was man von Rategast Dabid Kebekus nicht behaupten konnte. Der kam auch bei Instagram nicht so dolle weg: "Überflüssig", war der Tenor.

Uwe Ochsenknecht bei "The Masked Singer": "Das wird Konsequenzen haben!"

"Uwe Kiwi" war King. Nicht nur auf der Bühne, wo er diesmal mit "Rebel Yell" (Billy Idol) das Rock-Schweinchen rausließ, sondern auch in der Aftershow-Sendung. "Schade, dass es hier für dich vorbei ist", trauerte Rick Kavanian, der neue feste Ratepartner von Ruth Moschner, mit Ochsenknecht. Der spitzbübig echauffiert: "Der Sender wird schon sehen, was er davon hat." Großes Kino.

Auf die Tatsache angesprochen, dass sein Kumpel und Drehpartner im Komödien-Hit "Männer" (1985), Heiner Lauterbach, seinen Namen schon in Sendung eins - also vor dem Fauxpas mit der Windmaschine - in den Raum warf, meinte "Ochse" gespielt sauer: "Ja, der hat das nicht gerade spannend gemacht. Der hätte ja auch 'Katja Riemann' sagen können." Dann die (scherzhafte) Drohung: "Na, den ruf ich morgen gleich an. Das wird Konsequenzen haben!"

Ewig schade um den Kiwi. Wer weiß, wie weit der schräge Vogel ohne sein Missgeschick noch geflattert wäre. Andererseits: Wer hätte von den anderen fünf Masken an Kiwis statt rausfliegen sollen? Unmöglich zu sagen, denn alle Masken boten eine grandiose und halbfinalwürdige Leistung.

"Spielverderberin" Ruth Moschner

Das kann man vom Rateteam nicht sagen. Ruth Moschner ließ sich zu nebulös fantastischen Visionen hinreißen: Klaus Claus ist nie im Leben Heinz Rudolf Kunze. Und auch nicht Johnny Logan. Und dann wurde sie, als alle im Rateteam so viel Fingerspitzengefühl zeigten, beim Kiwi den offensichtlichen Namen Ochsenknecht zu vermeiden, auch noch zur Spielverderberin. Ausgerechnet sie deutete einige Indizien (richtig) und nannte "Uwe Ochsenknecht".

Man muss sagen: Moschner war in bester Gesellschaft. Carolin Kebekus - sie ist also schon mal weder die Eisprinzessin noch der Troll - brauchte eine gewisse Anlaufzeit. Die ihres Bruders dauert vermutlich noch an. Wenn man erlebte, wie gut vorbereitet und wirklich heiß auf die Show die Jungs von The BossHoss letzte Woche waren, muss man fragen: Warum hat sich David überhaupt herbemüht? Als Bodyguard für seine schwangere Schwester? Rick Kavanian, der in Staffel sieben den Rosty gab, brauchte auch, um in Fahrt zu kommen. Seine Vermutungen schossen zwar auch ziemlich ins Kraut (Jan Ullrich als Mustang? Gregor Gysi als Klaus Claus?), aber er wird wenigstens witzig, wenn er Pseudogriechisch spricht.

Ist Klaus Claus Tim Bendzko?

Worauf man sich bei "The Masked Singer" aber immer verlassen kann: die Masken. Es ist sagenhaft, was (neben dem Kiwi) auch Klaus Claus aus einem Kostüm mit minimaler Bewegungsmöglichkeit macht. Er überzeugte solo als romantischer Rocker und im Duett mit dem Troll als Meister des zweistimmigen Gesangs. Und könnte Tim Bendzko sein, wenn es nach den Fans geht. Die Ratecrew nannte den Verdacht nicht.

Der Troll, eigentlich: die Trollin (auch wenn Ruth Moschner da aus welchen Gründen auch immer noch zweifelte), gab sich mit "When Loves Takes Over" (David Guetta) dancehymnisch - und stemmte auch diese Aufgabe mit Bravour. Nur Kebekus (Carolin) legte sich fest: "Das ist Mieze Katz von Mia." Kavanian hielt mit Jana Pallaske dagegen, Moscher zückte die Judith-Williams-Karte.

Der Mustang, Duellgegner des Kiwi, überraschte nicht nur mit der Songauswahl, dem Oldie-Klassiker "Ain't That A Kick In The Head" (Dean Martin). Sondern vor allem dadurch, dass er während des Gesangs Choreo tanzte, steppte und sogar den Moonwalk zeigte - auf Hufen. Der Mann muss absolut fit sein. Spricht das für Schauspieler Hendrik Duryn ("Der Lehrer"), der nicht nur eine Gesangsausbildung hat, sondern auch Stuntman ist?

Wer steckt im Eisprinzessinnen-Kostüm?

Das letzte Duell zeigte - kaum zu glauben - nochmals eine doppelte Steigerung. Denn der Lulatsch und die Eisprinzessin boten nicht nur bei ihrem Duett "Somethin' Stupid" (Nicole Kidmann und Robbie Williams) ganz großes Kino. Der Lulatsch legte solo mit "Ich liebe das Leben" (Vicky Leandros) vor - allerdings sang er den Song in Französisch, Englisch, Griechisch und Deutsch! "Der Hammer", konstatierte Rick Kavanian. Wer im Kostüm steckt? Da war nicht nur die Ratecrew ratlos. Auch im Netz gibt es zig Vorschläge. Am häufigsten wird, wie von Kavanian, Teddy Teclebrhan genannt.

Rätsel gibt auch die Eisprinzessin auf. Fakt ist, dass es ein Wunder war, dass sie bei ihrer heißen Performance zu "Euphoria" (Loreen) nicht dahinschmolz. Kavanian (und auch 56 Prozent derer, die bei der Joyn-App mitvermuteten) verdächtigten Anke Engelke. Ein Vorschlag war auch Juliette Schoppmann, Moschner warf Elif in den Raum, Kebekus die ehemalige Frontfrau von Jennifer Rostock, Jennifer Weist.

Wie und wer dem auch sei. Nächste Woche ist Halbfinale. Und eine Maske wird fallen. Mindestens.

Das Original zu diesem Beitrag "The Masked Singer: Enttarnter Kiwi ist der "König der Herzen"" stammt von "Teleschau".