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Bares für Rares: Brillantarmband sorgt für Begeisterung.

Was für ein prachtvolles Schmuckstück, "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter war sofort begeistert: "Oh oh oh oh, mein Gott im Himmel!" Und Dr. Heide Rezepa-Zabel stimmte ihm zu: "Das ist gewaltig!" Verkäuferin Karin hatte das Objekt zu "Bares für Rares" gebracht und wusste genau um dessen enorme Wirkung: "Jeder, der den Schmuck gesehen hat, war begeistert. So ein Stück sieht man nicht alle Tage."

"Da hast du aber einen mächtigen Brecher mitgebracht", gab der Gastgeber auch direkt gegenüber Karin zu. Die berichtete, dass sie das Armband zum 50. Geburtstag von ihrer Tante bekommen hatte, die selbst "superstolz" darauf war. Entsprechend beeindruckt fielen auch die Worte der Expertin über das Geschmeide aus den 50er-Jahren aus: "Wir haben hier kunstvolle Verschlingungen und Durchdringungen von ausschließlich Brillantbändern. Es ist so üppig besetzt und dennoch so beweglich gearbeitet."

"Jesus, Maria und Josef", staunte Horst Lichter, als er schließlich vom Gesamtgewicht der Brillanten erfuhr. Die Steine, umhüllt von 750er-Weißgold, kamen auf etwa elf Karat. Karin äußerte einen Wunschpreis von 9.000 Euro. Aber auf welchen Wert kam die Expertise? Heide Rezepa-Zabel stimmte dem Wunsch zu und kam bei ihrer Schätzung auf 8.000 bis 10.000 Euro.

"Ui ui ui, das macht aber Wind!" Die Schmuckexpertin Susanne Steiger bekam beim Anblick des "prächtigen Traumjuwels" leuchtende Augen. Karin hatte also nicht zu viel versprochen: Das Armband löst stets Begeisterung aus. Wie schön das Armband an Susanne Steigers Handgelenk aussah! Ihre männlichen Kollegen waren jedenfalls sprachlos. "Wow", "Ufz" und "Oh" ertönte es aus dem Hintergrund. Und die Gebote?

David Suppes rief direkt den hohen Preis von 9.000 Euro auf - und setzte mit diesem Zug alle anderen schachmatt. Und so blieb es bei diesem einen Gebot von Suppes - ein Volltreffer also. "Das war aber kurz und schmerzlos - du hast uns alle ausgeboten", resümierte Susanne Steiger. "Respekt!" und "Glückwunsch!", gratulierten die anderen dem neuen Besitzer zu seinem Kauf.

Horst Lichter witzelt über Nussknacker: "Er hat meinen Schnurrbart"

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Bares für Rares: Horst Lichter oder ein Nussknacker?

Mit Schmuck ging es weiter: ein Flohmarktfund, der sich in einer Tüte mit Modeschmuck für zwei, drei Euro befand. Ein Juwelier hatte den Anhänger auf ein Alter um die 200 Jahre geschätzt. Dem musste Dr. Heide Rezepa-Zabel jedoch widersprechen: Gestalterisch erinnerte das goldige Teil zwar an die Biedermeier-Zeit um 1840. Es war allerdings nachgeahmt. Der Schätzpreis für den Schmuck aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lag bei 400 bis 500 Euro. Für 360 Euro bekam David Suppes auch hier den Zuschlag.

Stand auch Horst Lichter gut: Der dritte Schmuck dieser Ausgabe - eine Gold-Brosche mit Bergkristallen - war im Vergleich zum nachgeahmten Anhänger zuvor allerdings ein authentisches Stück. Der Schätzpreis lag bei 500 bis 600 Euro. Susanne Steiger gefiel die sogenannte Miederbrosche aus den späten 1850er-Jahren sehr. Sie überreichte Susann dafür 450 Euro.

Mit Kunstvollem aus Holz ging es weiter: Raphaela und Wolfgang hatten ein Holzrelief dabei, das Raphaelas Eltern einst in einem Urlaub gekauft hatten. Das sehr gut erhaltene, handgeschnitzte Bild mit zwei Moriskentänzern schätzte Dr. Friederike Werner auf 400 bis 600 Euro. Der Funken wollte im Händlerraum jedoch nicht recht überspringen. Nur Christian Vechtel zeigte Interesse und legte immerhin 250 Euro hin.

Zu bunt war es Helena und Chris mit ihrem Nussknacker, dem Horst Lichter eine gewisse Ähnlichkeiten mit sich selbst attestierte: "Er hat meinen Schnurrbart." Für das Werk des Designers Otmar Alt rief Helena einen Wunschpreis von 80 Euro auf. Laut Sven Deutschmanek waren sogar 80 bis 100 Euro drin. Noch zehn Euro mehr zahlte Jan Cizek für den Hand-lackierten Knacker von 2003/2004. Helena möchte die 110 Euro nutzen, um das Zuhause für ihr neues Haustier - eine Katze - etwas aufzuhübschen.

"Nicht so schön, nicht bequem und einfach unpraktisch" - jede Menge Gründe, weshalb Lea und Timon den Stuhl loswerden wollten. Weder sie selbst noch Sven Deutschmanek konnten viel zu dem außergewöhnlichen Sitzmöbel aus den 70-ern sagen. Ob die Händler 80 bis 120 Euro für das Kuriosum bezahlen würden? Sogar noch mehr - und das, obwohl sie sich über den Stuhl lustig machten: Man könne damit auch Schlitten oder Snowboard fahren oder aber Schnee schippen, scherzten sie. Jan Cizek war das einerlei. Ihm war der Stuhl von Dr. Schwarz 130 Euro wert.