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In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte: Dr. Emma Jahn-Darstellerin kann kein Blut sehen

Elisa Agbaglah, DjÄ
In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte: Dr. Emma Jahn (Elisa Agbaglah). ARD/Tom Schulze

Seit 2019 spielt Elisa Agbaglah bei "Die jungen Ärzte" die Rolle der Dr. Emma Jahn. Das Casting für den "In aller Freundschaft"-Ableger ist der Schauspielerin gut in Erinnerung geblieben.

Nach dem Studium begann Emma Jahn am Johannes-Thal-Klinik, dem Serienkrankenhaus vom "In aller Freundschaft"-Spin-off "Die jungen Ärzte". Der erste Auftritt war in Folge 201 und schon fünf Episoden später verteidigte die so schüchtern wirkende Ärztin ihre Doktorarbeit. Dass ihre Rolle so ein Überflieger ist, macht es Darstellerin Elisa Agbaglah nicht immer leicht. Dr. Jahn wirft immer mit Fremdworten um sich, das würde das Textlernen schwierig machen, sagte sie in der Webtalkshow.

Auf das Thema kam sie auch im Interview mit www.pfalz-echo.de: "Die Fachbegriffe haben es auf jeden Fall in sich – auch weil ich nie Latein gelernt habe. Für mich ist das eine komplett fremde Welt. Aber das macht es auch total interessant! Ich google ganz oft nach Begriffen, denn ich will ja verstehen, was ich da erzähle. Ich lerne dabei also auch sehr viel!"

Seit 2019 gehört Agbaglah zu den HauptdarstellerInnen der beliebten Vorabendserie "Die jungen Ärzte". Wie sie dazu kam, erzählte sie ebenfalls in der Webtalkshow. Die Castinganfrage erreichte sie, als sie am Salzburger Landestheater spielte (u. a. die Hauptrolle in "Kick it like Beckham"). Sie musste in Berlin und Erfurt vorspielen und sagt: "Das war tatsächlich das verrückteste Casting, auf dem ich war." Alles ging ohne Atemholen. Aus Salzburg nach Erfurt, wo die zweite Auswahlrunde stattfand, gleich ans Set und zurück nach Salzburg. "Erst im Zug hab ich erstmal realisiert, was passiert ist." Als dann die Zusage "Herzlichen Glückwunsch, du bist unsere Emma" kam, war sie überrascht, weil sie immer mit Absagen rechnet.

Im echten Leben könnte die Südpfälzerin nie Ärztin sein. Der Grund: Sie kann kein Blut sehen! Vor der Kamera wird ja meist Kunstblut benutzt, aber auch das ist nicht immer einfach. "Ich musste auch einmal eine Szene spielen, in der eine Patientin Nasenbluten hatte: Das sah so echt aus, dass es mich richtig Überwindung gekostet hat!", gestand sie dem pfalz-echo bereits im Juni 2020.

"Ich weiß halt nicht, ob ich das 10 Jahre machen möchte."

Zwischen Zusage für die Emma-Jahn-Rolle und dem ersten Drehtag lagen etwa 6 Monate. Inzwischen kennt man sie als TV-Ärztin im rosa Schlupfkasack. Was so bequem aussieht, bereitet der Darstellerin manchmal durchaus Probleme. In der Webtalkshow erzählte sie, dass sie kräftige Oberschenkel hätte. Und wenn die Hose am Bund sitzen würde, könnte sie sich kaum bewegen. Deshalb zieht sie lieber das größere der beiden Modelle an. Dann aber hat die Requisite das Problem: Die Hose rutscht …

Wie lange sie den Arztkittel noch tragen wird, kann Agbaglah nicht sagen. Einerseite genießt sie die Arbeit mit den Kollegen, das Thema Medizin findet sie spannend, ebenso wie ihre Rolle, die sie immer besser kennenlernen kann. Aber, so sagt sie, "ich weiß halt nicht, ob ich das 10 Jahre machen möchte."

Noch macht es ihr Spaß, und so ist sie weiterhin donnerstags um 18:50 Uhr im Ersten zu sehen. Derzeit sind "Die jungen Ärzte" aber in der Sommerpause, während der Wiederholungen alter Folgen gesendet werden.