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Ein Mann, den sie Pferd nannten

Bild Ein Mann, den sie Pferd nannten
Originaltitel: A Man Called HorseUS | 1970 | 114 Min. | FSK: 12

Bewertung der Redaktion:

  • Humor
  • Anspruch
  • Action
  • Spannung
  • Erotik
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Spannend-teilnahmsvolle Indianersaga

Ein EnglÀnder wird von Indianern gekidnappt. Er lebt mit ihnen und arbeitet sich in ihrem Stamm hoch.

Anno 1825: Der englische Aristokrat John Morgan (Richard Harris) sucht das Abenteuer in der amerikanischen Wildnis. Eines Tages ĂŒberfallen Sioux-Indianer sein Lager: Seine Begleiter fallen im Kampf; er selbst wird gefangengenommen und lebt fortan als Sklave von Buffalo Crow Head (Judith Anderson), der Mutter des StammeshĂ€uptlings. Sein indianischer Name lautet nun "Pferd".

Schnell merkt Morgan, dass er keine Chance zur Flucht hat. Also passt er sich an und arbeitet hart. "Pferd" erlernt die Kriegskunst der Sioux und legt ihre schmerzhafte Mutprobe ab, das sogenannte Sonnengelöbnis. Bald respektieren die Indianer den Weißen, und er heiratet Running Deer (Corinna Tsopei), die Schwester des HĂ€uptlings. Als der umkommt, fĂŒhrt "Pferd" die Sioux in den Kampf.

Anders als die meisten seiner Kollegen, zeigt Regisseur Elliot Silverstein („Cat Ballou - HĂ€ngen sollst du in Wyoming“) die Indianer nicht als bunt bemalte, animalische SchlĂ€chter. Er wirft einen offenen, sympathisierenden Blick auf sie. Zu seinem spannenden und gut besetzten Film gab es zwei Fortsetzungen.

Cast und Crew von "Ein Mann, den sie Pferd nannten"

Cast

Lord John Morgan
Richard Harris
BĂŒffelkuh
Judith Anderson
Batise
Jean Gascon
HĂ€uptling Gelbe Hand
Manu Tupou
Laufendes Reh
Corinna Tsopei
Joe
Dub Tylor

Crew

Regie:
Elliot Silverstein

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trolliver am 18.03.22 hilfreich: ?

Äußerst schöner Naturfilm

In großen Teilen spielt der Film im Indianerdorf, man hört nicht untertitelte Sioux-Sprache und lĂ€sst die Bilder auf sich wirken. Das ist teils befremdlich, teils schön und immer menschlich, mit allen Facetten.

Dank des französischen Hofnarrs und Übersetzers werden Rituale dann jedoch erlĂ€utert.

A propos Rituale: der Sonnentanz war mir ein Begriff, ihn jedoch so unmittelbar zu sehen... puh! Ich konnte nicht immer hinsehen.

Harris war nicht der geborene Darsteller, fĂŒllt diese Rolle jedoch aus, ebenso wie Tsopei als Laufendes Reh. Vor allem jedoch die Bilder sowie die Inszenierung nahmen mich mehr gefangen als die meisten anderen Western. Unter diesen nimmt er ohnehin eine Sonderstellung ein.

Als Kind sah ich ihn als Abenteuerfilm. Im Prinzip ist das heute nicht anders. Ein schöner, trauriger und lebensfroher Trip in vergangene wie verlorene Zeiten - trotz der Sioux-Kritik an Einzelheiten, welche man selbstverstÀndlich Ernst nehmen muss.