Als fluchender, Dosenbier saufender und Türen eintretender Kommissar mit dem Herz am richtigen Flecken revolutionierte Götz George die Krimilandschaft, zunächst im "Tatort: Schimanski", dann in einer eigenständigen Reihe. Mit dem Tod des Ausnahmeschauspielers 2016 endete auch "Schimanski". Nun ist mit "Seine Tochter" eine neue TV-Serie geplant, die die Geschichte um den Ruhrpott-Cop weitererzählt. Wo das Format ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest.
Die Rolle der Tochter, die in den Filmen bislang nie thematisiert wurde, spielt Luise Großmann. Die Newcomerin hatte auch die Idee zur Serie – zusammen mit dem Produzenten Torsten Rüther.
"Seine Tochter" will die neue und die alte Generation zusammenbringen
Im Gespräch mit der BamS sagte Großmann: "Vor knapp zwei Jahren haben wir bei einer Autofahrt darüber gesprochen, die Geschichte über seine Tochter weiterzuerzählen. Für uns ist es eine Verneigung vor dem, was Götz George geschaffen hat. Jetzt versuchen wir, die alte und die neue Generation zusammenzubringen." Zur "alten" Generation gehören u.a. Hajo Gies, der den Schimmi miterfunden hat, und Chiem van Houweninge, der Schimanskis Kollegen Hänschen spielte. Van Houweninge findet die Idee zur neuen Serie "grandios und toll. Luise ist jung, hat eine enorme Poesie und spielt sehr gut."
Ebenfalls dabei sind Herbert Knaup, Tim Oliver Schultz, Gitta Schweighöfer, Chiem van Houweninge, Vinzenz Kiefer und Constantin von Jascheroff.
Seine Tochter: Der "Trilot"
Luise Großmann spielt die junge Journalistin Emilia, die auf der Suche nach sich und ihrer Familie in ein Netz krimineller Verwicklungen und politischer Intrigen gerät, in das auch eine legendäre Figur aus der ersten "Generation" verwickelt.
Bislang – so berichtet die BamS – wurden erst 6 Minuten gedreht. Mit dem "Trilot", einer Mischung aus Trailer und Pilot, will man Sender oder Streamingdienste von dem Projekt überzeugen. Produzent Rüther zu dem für Deutschland ungewöhnlichen Vorgehen: "Viele in der Branche haben uns gesagt, dass es so nicht geht", so Produzent Rüther. "Aber wir halten es da wie Götz George: nicht reden, machen."