Es war die Superhelden-Überraschung des Jahres: "Logan - The Wolverine", das dritte Soloabenteuer des klingenbewĂ€hrten X-Man Wolverine (Hugh Jackman) verblĂŒffte als dĂŒsterer, elegischer Abgesang auf den Superheldenfilm, mit grimmigen Eruptionen von Gewalt, die das ansonsten ĂŒbliche Maß in der familienfreundlichen Marvel-Welt deutlich ĂŒberstiegen.

Der heimliche Star des Films war aber nicht Jackman als Superheld a.D. oder Patrick Stewart als altersdementer Professor X sondern die kleine FilmdebĂŒtantin Dafne Keen als Laura Kinney. Sie spielte eine Miniausgabe von Wolverine, die als dessen im Waffe-X-Programm gezeugter Klon mit der Seriennummer X-23 ebenfalls mit Knochenklingen bewaffnet und mit ĂŒbermenschlichen SelbstheilungskrĂ€ften ausgestattet. Anders als ihr "Vater" kann das verstörte MĂ€dchen ihre KrĂ€fte noch nicht voll kontrollieren.

Jetzt bekommt Laura alias X-23 einen eigenen Film. James Mangold, Regisseur aller drei "Wolverine"-Solofilme, arbeitet gerade an einem ersten Drehbuchentwurf, gemeinsam Craig Kyle, der die Figur der Laura fĂŒr die Animationsserie "X-Men: Es geht weiter" entwarf. Der Erfolg von "Wonder Woman" vom Marvel-Konkurrenten DC Comics habe den Machern Mut gemacht, einen Superheldenfilm mit einer weiblichen Hauptfigur zu machen, sagte Mangold im Interview mit "The Hollywood Reporter".

X-Men: Es geht weiter

Ein Film ĂŒber die jĂŒngere "Wolverine"-Ausgabe wirkt folgerichtig, da "Logan" nicht nur der Schwanengesang von Jackmanns Wolverine war sondern auch eine StabsĂŒbergabe an eine neue Generation von Mutanten. Wer jetzt aber "Logan 2" erwartet, könnte enttĂ€uscht werden. "X-Men"-Produzent Hutch Parker deutete an, dass Lauras Solofilm nicht so dĂŒster wie "Logan" sein könnte.

Laura Kinney tauchte erstmals 2002 in der dritten Staffel der Comicserie "X-Men: Es geht weiter" auf. Die Figur war so beliebt, dass sie in das Marvel-Comicuniversum aufgenommen wurde. Wann ihr Solofilm das Licht der KinosÀle erblicken wird ist noch nicht bekannt.